Aktionswochen gegen Antisemitismus

Seit einigen Jahren haben antisemitische Einstellungen in der deutschen Gesellschaft eine neue Qualität erreicht, diese sind längst keine gesellschaftlichen Randphänomene mehr. Antisemitismus tritt in vielen Formen auf, selten offen, häufig getarnt: in Phrasen wie „man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass…“, als angebliche Israelkritik, als Relativierung und Leugnung der Geschichte. Es ist ein Antisemitismus ohne Antisemiten, der längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat. Diese erschreckende Präsenz im Alltag äußert sich in privaten Gesprächen, in der Schule, in der Kunst, in der Kultur oder in den Wissenschaften.

Aber: Wo endet die Kritik am Kapitalismus und wo beginnt Antisemitismus? Über diese und weitere Fragen, Ursachen, Erscheinungsformen und Wirkungen des Antisemitismus wollen wir aufklären und diskutieren in den Räumen des Alternativen Jugendprojektes „Horte“ in Strausberg.

13. 11. 08 19.30 Uhr Info
Feindbild Judentum. Antisemitismus in Europa
Der Fokus der Veranstaltung richtet sich auf die aktuelle Entwicklung des Antisemitismus in Europa und seinen verschiedenen Erscheinungsformen.

20. 11. 08 19.30 Uhr Info
Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen Herzls Utopie – Israels Gegenwart
Wie sahen die Vorstellungen Theodor Herzls aus und wie gestaltete sich die Entwicklung des Staates Israel.

22.11. 08 Exkurs
Tagesreise zum Jüdischen Museum in Berlin

26.11. 08 19.30 Uhr Info
Antisemitismus in der DDR
Erinnerungspolitik in der DDR, wie strukturierte sich das Gedenken an die Opfer von Auschwitz. und wie ist die DDR mit ihnen umgegangen.

27.11.08 20.00 Uhr Film
„Ein ganz gewöhnlicher Jude“

29.11. 08 Exkurs
Tagesreise zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas

02.12. 08 20.00 Uhr Info
Stephan Grigat: Kritische Theorie des Antisemitismus
Vortrag über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus.

03.12. 08 20.00 Uhr Film
„Ein Tag im September“
Ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1999, der die Ereignisse der Geiselnahme von München 1972 nachvollzieht, bei der ein palästinensisches Terrorkommando während der Olympischen Sommerspiele von 1972 elf Athleten der israelischen Mannschaft als Geiseln und später tötete.